Interview mit LUMITOS Vorstand Dr. Michael Schreiber zu den Hintergründen und Fortsetzung der „virtual lab show“


Berlin, 25. Mai 2020 – Die virtual lab show hat bei Ausstellern, Referenten und Besuchern der Online-Messe große Begeisterung hervorgerufen. Wie die Messe innerhalb kürzester Zeit im virtuellen Raum aufgebaut werden konnte und wie es mit digitalen Messeformaten weitergehen kann, beantwortet Dr. Michael Schreiber, Vorstand der LUMITOS AG.

Dr. Michael Schreiber, CEO bei LUMITOS

Herr Dr. Schreiber, Sie haben mit Ihrem Team bei LUMITOS die virtual lab show als virtuelles Messeformat auf die Beine gestellt. Mit welcher Zielsetzung sind Sie an dieses neue Format herangegangen – was wollten Sie Ihren Kunden damit ermöglichen?

“Unsere Kunden benötigen einen möglichst konstanten „Strom“ von Anfragen (Leads), die dann durch ihre Vertriebsmitarbeiter bearbeitet werden. Die klassischen Quellen für diese Leads sind der Außendienst und Messen und Ausstellungen. Das gilt besonders für viele mittelständische Unternehmen, die das Internet bisher nur wenig für die Lead-Generierung nutzen. Beide Quellen sind durch die Corona-Krise betroffen. Der Außendienst kann keine Kunden mehr besuchen, und Messen fallen ganz aus, werden verschoben oder finden möglicherweise unter Wahrung von Social-Distancing Anforderungen ganz anders statt, als ursprünglich geplant. Da war es nötig, keine Zeit zu verlieren und ein Format auf die Beine zu stellen, dass diese „Lücke“ schließt. So ist es auch in Corona-Zeiten möglich, Anwender, Interessenten und Unternehmen in einer konzentrierten Form zusammenzubringen. Die Innovationen sind da. Die Anwender suchen jetzt nach Lösungen, die sie in Labor, Analytik und Biotechnologie weiterbringen.”

Wie war die aktuelle Resonanz auf das neue Messe-Format? Haben Sie damit gerechnet?

“Das Interesse war gewaltig. Wir hatten mehr Anfragen als wir überhaupt in der Kürze der Zeit erfüllen konnten. Aber, um einem Missverständnis gleich vorzubeugen: Das Format der virtuellen Lab Show ersetzt eine echte Messe als Branchentreffen mit all ihren persönlichen Kontakten nicht. Die virtuelle Messe fokussiert vielmehr auf das aktuell Wichtigste und erlaubt die digitale Interaktion mit Anwendern und Interessenten, die sonst keine Möglichkeit gehabt hätten, zur Messe zu kommen. Das erlebten wir eindrücklich mit der Registrierung von fast 7.900 Besuchern.”

Vor welchen Herausforderungen stand Ihr Team bei LUMITOS beim Aufsetzen der virtual lab show? Und wie haben Sie diese gemeistert?

“Wir mussten in kürzester Zeit eine Software als Basis finden, die die „Mechanik“ einer digitalen Messe abbildet, den Aufbau von virtuellen Messeständen unterstützt und die Interaktion zwischen Besuchern und Ausstellern online ermöglicht. Dann haben wir mit unseren Kunden und Interessenten kurzfristig interagiert, das Konzept erklärt und die nutzen-bezogenen Inhalte der „Aussteller“ aufgebaut. Wir haben entschieden, unser ganzes Team auf dieses Projekt zu fokussieren und arbeiteten buchstäblich „Tag und Nacht“ an dieser Aufgabe.”

Welche Besonderheiten bot die virtual lab show Teilnehmern und Messeausstellern?

“Die virtual lab show richtete das Interesse auf mehr als 20 Neuheiten, darunter Weltpremieren, die aktuell eingeführt werden. Über 100 Aussteller zeigten ihre ausgewählten Highlights auf den virtuellen Ständen. Der Besucher ist also nicht von dem großen weiteren Produktangebot „abgelenkt“. Die Aussteller sehen, wie viele Besucher sich auf ihrem Stand bewegen, die Besucher können digital Informationen anfordern.

Besonders interessant ist die Möglichkeit, mit Anbietern zu „chatten“. Experten der Unternehmen beantworten Fragen der Besucher live. Zusätzlich fanden an den vier Tagen über 40 Webinar-Fachvorträge statt, für die wir mehr als 10.000 Anmeldungen hatten. Die Verbindung von Vorträgen zur WIssenserweiterung zusammen mit der konzentrierten Information und dem Austausch über aktuelle Neuheiten hat die Besucher fasziniert. Der digitale Besuch erlaubte es den Anwendern, einen maximalen Nutzen aus beiden Angeboten zu ziehen.”

Können Sie sich vorstellen, dass solche virtuelle Messeformate auch in Zukunft von Interesse sein könnten?

“Ja! Die virtual lab show hat uns auf Basis der Resonanz von Ausstellern und Besuchern gezeigt, wie das Format für die Zukunft weiterentwickelt werden kann. Und nochmal: Es ist nicht das Ziel, echte Messen zu ersetzen. Wir müssen vielmehr berücksichtigen, dass eine echte Messe für Labor, Analytik und Biotechnologie immer nur einen oft kleinen Ausschnitt der Interessenten erreichen kann. Hier liegen z.B. Chancen, so ein Event dann vielmehr in die Breite ausstrahlen zu lassen und/oder eine Messe unter den speziellen Einschränkungen in Corona-Zeiten optimal vorzubereiten.

Aufgrund des großen Erfolges werden wir schon im Herbst die virtual process show veranstalten. Vom 8. bis zum 11. September 2020 erwarten wir über 100 Aussteller aus aller Welt. In drei Messehallen der Zielmarktbranchen  Chemie, Biotech & Pharma sowie Lebensmittel & Getränke werden Produktneuheiten und Produktinnovationen aus allen Bereichen der Prozess- und Produktionstechnik präsentiert. Begleitet wird auch die virtual process show von täglichen Vorträgen von Top Referenten in drei parallel stattfindenden Sessions im virtuellen Konferenzzentrum.”

Weitere Informationen zur virtual process show unter www.virtual-process.show

 

Über LUMITOS®

LUMITOS bietet Orientierung in den B2B-Märkten Chemie, Life Sciences, Labor, Pharma, Analytik und Food & Beverage und führt B2B-Unternehmen und ihre Mitarbeiter zum Erfolg. Mit den sieben marktführenden B2B-Portalen und Newslettern www.chemie.de, www.chemeurope.com, www.quimica.es, www.bionity.com, www.analytica-world.com, www.q-more.com und www.yumda.de/www.yumda.com sorgt LUMITOS dafür, dass fünf Millionen Anwender aus aller Welt über das aktuelle Branchengeschehen bestens informiert sind. Und so die richtigen Entscheidungen treffen.

Mit Online-Marketing führt LUMITOS auch B2B-Unternehmen zum Erfolg. Mit seinen marktführenden Online-Medien gewinnt LUMITOS Zahlen und Fakten darüber, was B2B-Anwender suchen, was sie interessiert und was sie begeistert. Dieses Insiderwissen verknüpft das Unternehmen mit Branchen-Know-how und Online-Marketing-Wissen zu einer einzigartigen Wissenswelt.

Gemeinsam mit den Vorständen Stefan Knecht und Dr. Michael Schreiber engagieren sich 23 Mitarbeiter in Berlin und Nürnberg mit viel Leidenschaft für den Erfolg von Industrie und Wissenschaft, von Mittelstand und Großindustrie

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